Das Elfenhorn (neue Mitspieler)-12-

Herzlich willkommen im nächsten Kapitel aus "Eisen und Magie: Das Elfenhorn.

Die freunde freuen sich, gemeinsam ein weiteres Hindernis auf ihrem Weg zum legendären Elfenhorn beseitigt zu haben. Ein neuer Mitspieler tritt auf. Er hat seine eigenen Pläne, aber auf wessen Seite greift er ein?


Mehr zu "Eisen und Magie: Das Elfenhorn" findet Ihr hier!

Zurück zu der Episode davor? Die findet Ihr hier.

Und nun viel Spaß!





Rattenjäger


Hillgrimm freute sich über seine Entscheidung, diese beiden Abenteurer überredet zu haben. Unter den Dingen, die Bud hervor kramte, gehörte auch ein Schlauch mit einem kräftigen Rotwein. Gerade versuchte der Zwerg, die letzten Reste des Schlamms im Mund auszuspülen. "Guter Wein, zu Schade, um ihn auszuspucken. Wer hat mich eigentlich aus dem Wasser gefischt."

Der Harpunier zögerte und warf einen kurzen Blick zur Elfin. "Eine gemeinsame Aktion. Du hättest das verdammte Seil nicht loslassen sollen."

"Wir müssen reden!" Rattenjäger beschloss, dieses Unternehmen nicht fortzuführen, bis nicht alle Geheimnisse und Lügen aufgedeckt waren. "Unter diesen Umständen wird keiner diese Sache hier überleben."

"Wenn du abhauen willst, dann geh!" Die Elfin verschränkte die Arme vor die Brust.

Bud stellte sich auf die Seite seines Freundes. "Er hat Recht. Ihr beide, Zwerg und Elf, benutzt Rattenfänger und mich für eure eigenen Zwecke. Nevelle, wie viele Abenteuer haben wir zusammen bestanden? Wie oft gegenseitig die Haut gerettet? Stimmt es, dass du Hillgrimm außer Gefecht gesetzt hast, um an das Elfenhorn zu kommen?"

Die Elfin betrachtete einen Moment lang die Überreste des Skorpions, dann drehte sie sich plötzlich um: "Das Horn gehört uns Waldleuten. Und niemand sonst! Als ich erfuhr, dass Shadek jemand anderem beauftragte, wurde mir klar, dass es mein Auftrag sein musste. Dass er ihn an einen Zwerg weitergab, war ungeheuerlich. Durch ihren Verrat ging es verloren. Es darf nicht noch einmal in ihre Hände gelangen!"

Bud hielt den mittlerweile wutschnaubenden Hillgrimm zurück: "Jetzt erzähl du, was es mit dem Elfenhorn auf sich hat."

"Schon der Name ist eine Lüge. Elfenhorn. Dass ich nicht lache. Wir verwendeten Gold und Silber und verzierten das Horn in der Zwergenschmiede. In Alterberge sollte dann unser Bund besiegelt werden, aber es erreichte nie seinen Bestimmungsort."

"Wer besaß es zuletzt?"

"Die Elfen!" kam aus der einen Ecke. "Die Zwerge", aus der anderen.

"Die Schlacht bei Altenberge war vor 350 Jahren." Der Rattenfänger versuchte zu schlichten. "In der Zeit hat sich so viel Hass aufgestaut, dass niemand diese Frage hier und heute klären kann. Unbestreitbar ist allerdings, dass wir zusammen in diesem Labyrinth stecken und uns der Rückweg versperrt ist. Und dass es da einen Schatz gibt, der vermutlich sogar wertvoller ist als euer Horn."

"Behalt ihn. Mir geht es nur um das Elfenhorn." Nevelle wollte auf keinen Fall zurückstecken.

"Das gilt auch für mich", antwortete Hillgrimm.

Rattenfänger zog die Mundwinkel nach unten: "Wenigstens in diesem Punkt scheint ihr euch einig zu sein. Mein Vorschlag lautet: Wir finden gemeinsam die Schatzkammer. Als Waffenbrüder! Bud und ich nehmen das Gold. Ihr streitet in einem fairen Wettkampf um das Horn. Aber erst, nachdem es gelungen ist, beides hier raus zu bringen."

"Und verliere es dann wieder durch Elfenverrat." Hillgrimm drohte mit seiner Streitaxt. Die Kontrahenten machten sich kampfbereit. Der Harpunier stellte sich zwischen die Streitenden.

"Schluss jetzt! Keine Zeit zu streiten. Eines ist mir klargeworden. Der Wert dieses Horn ist für euch sehr hoch. Doch nur als Gemeinschaft finden wir einen Weg aus dieser Todesfalle. Falls einer sich nicht auf den anderen verlassen kann, wird dieses Labyrinth unser Grab sein."

"Und wenn ich alleine gehe." Die Elfin wollte nicht klein beigeben.

"Viel Erfolg." Rattenfänger klopfte gegen seine Brust, wo er die Karte eingesteckt hatte. "Mit welchem Plan? Nevelle sei vernünftig, ohne Vertrauen und Kameradschaft geht es nicht. Später kämpft meinetwegen um euer Elfenhorn. Aber jetzt herrscht Frieden!"

Dubek


Er besaß noch nicht genug Einfluss, um Shadek offen entgegen zu treten. Doch Dubek verstand sich meisterhaft darauf, Intrigen zu spinnen, Abhängigkeiten zu erzeugen und Gefälligkeiten einzufordern. Als Vertreter des Oberpriesters gehörte es zu seinen Pflichten, nachzuforschen, aus welchen Gründen der Alarm ausgelöst wurde. Niemand schöpfte Verdacht, als er sich nach den Einzelheiten erkundigte. Er erfuhr, dass sie Wachen vermissten. Es fehlte jede Spur von ihnen. Im nahe gelegenen Gefängnis gab es einen Ausbruch. Einen Zusammenhang wollte der Wachhabende nicht ausschließen.

Als er die Wachkammern kontrollierte, bemerkte er, dass alle leer waren. Sämtliche Wächter und ihre Reittiere durchkämmten die Gänge unterhalb des Tempels nach Eindringlingen. Ein solcher Aufwand schien ihm übertrieben. In der Nacht ließ Shadek sonst den gefürchteten Dämon durch das Labyrinth streifen. Diese Maßnahme garantierte schon, dass sich kein Unbefugter der Schatzkammer nähern konnte. Die Kontrolle nun menschlichen Wärtern zu übertragen, hielt er eher für einen Rückschritt. Es sei denn, sein Kontrahent verfolgte einen eigenen Plan.

Seine Spione berichteten von Treffen mit zwielichtigen Gestalten in dunklen Kneipen. Je länger er darüber nachdachte, desto klarer erkannte Dubek, dass Shadek etwas Ungewöhnliches plante. Vielleicht fand er eine Möglichkeit, dies zu seinem Vorteil zu verwenden. Er beschloss den Tumult im Labyrinth zu nutzen und rief nach seinem besten Attentäter.

***



Lust auf Mehr? Das nächste Kapitel findet ihr hier. Auch die folgenden Abschnitte aus "Eisen und Magie; Das Elfenhorn" könnt ihr kostenlos auf diesem Blog weiterlesen.

Solltet Ihr Euch entscheiden, das E-Book zu kaufen, freue ich mich. Ihr findet es bei bookrix, aber auch auf book.deThaliaGoogle books oder buch24.de.

Oder besucht mich auf peterbrendt.blogspot.de. Hier findet Ihr jede Woche neue kostenlose Episoden ais verschiedenen Genres.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen