Es ist nicht das Ende, auf das alle gehofft haben. Unsere Helden sind einem Traum, einem Hirngespinst gefolgt und mussten dafür einen Preis bezahlen. Sie haben Bud verloren. Und jede Hoffnung, das Elfenhorn zu finden.
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Nevelle
Es war einer der wenigen ruhigen Abende in der
Hafenstadt. Die Sonne ging gerade unter und nicht weit vom alten
Schiffsfriedhof schaukelte ein kleines Ruderboot auf dem Meer. In der
Abenddämmerung hielt das geschäftige Treiben der Stadt einen Moment lang den
Atem an. Nur die Stimme eines Zwerges störte die idyllische Ruhe.
"Ihr wisst, dass das Zwergenvolk in Minen lebt.
Mit Schiffen haben wir nicht viel im Sinn. Mit Rudern übrigens auch nicht.
Nevelle würdest du mir bitte helfen."
Die Elfin schaute weiter dem Schiff nach, das im
Abendlicht in Richtung offenes Meer trieb. Die drei Abenteurer hatten es in die
Flussmündung gesteuert und es dann im Ruderboot verlassen. Neben ihr saß der
Rattenfänger, noch gezeichnet von seinen Erlebnissen im Labyrinth. "Bist
du sicher, dass er es schaffen wird", fragte sie ihren Freund.
"Bud erzählte einmal, dass einen bei diesem Wind
die Strömung direkt hinauszieht. Mit einer Hand hältst du dabei einen Becher
Wein, sagte er immer, mit der anderen erforschst du den Körper einer
Frau."
Ein leichtes Lächeln zuckte in ihren Mundwinkeln.
"Er hat das Meer geliebt."
"Ich weiß. Wir konnten ihn nicht in diesem Keller
zurücklassen. Sein Schiff ist nicht gerade in guter Verfassung. Bis zum Morgen
wird es leckgeschlagen und gesunken sein."
"Danke, dass ihr mir geholfen habt, seinen
Leichnam dort zu bestatten, wo er am liebsten war." Dann setzte Nevelle
sich neben Hillgrimm und half ihm rudern.
Rattenfänger schaute noch einmal dem alten Kahn nach.
"Wenn man bedenkt, wofür er gestorben ist. Für einen Betrug, eine Lüge,
einen glücklosen Traum."
Der Zwerg seufzte: "Er starb, um einen Freund zu
schützen. Daran solltest du immer denken. Er griff in eine Jackentasche:
"Im Übrigen, bevor wir diesen Tempel verließen, habe ich Shadeks Leiche
durchsucht. Stellt euch vor, der Kerl hatte zwar zehn Finger, aber zwölf
Ringe." Er öffnete seine Hand, in der ein kleiner Berg mit Juwelen
besetzter Goldringe lag. "Das macht für jeden von uns vier Stück."
"Nein, nur drei." Die Elfin zog diese Anzahl
aus dem Haufen heraus und warf die Schmuckstücke ins Meer. "Die gehören
Bud."
Dann ruderte Nevelle weiter, hielt jedoch ihr Gesicht
im Schatten, damit niemand ihre Tränen sehen konnte.
***
Damit sind wir am Ende dieser Geschichte aus dem Universum von "Eisen und Magie" gekommen.
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